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Begleitfahrten des NEF mit Sonderechten

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Die Frage in welcher Art und Weise das NEF einem RTW auf dem Weg zum Krankenhaus folgt ist alt und oft diskutiert.
Die Nutzung von Sonder- und Wegerechten ist immer dann geboten, wenn Gefahr für Leib und Leben, oder für wichtige Güter besteht. Sobald der Notarzt das NEF verlässt und den Patienten im RTW unter Nutzung von Sonder und Wegerechten ins Krankenhaus begleitet, stellt sich die Frage nach dem Grund, wenn das NEF dem RTW ebenfalls mit Sonderrechten folgt.
Um eine einheitliche Struktur für den Rhein-Kreis Neuss zu schaffen, habe ich am 02.02.16 die anliegende Verfahrensanweisung erstellt.
Leider stellt sich die Situation aktuell immer noch heterogen da. Ich möchte auf diesem Wege noch einmal meine Position klarstellen.
Grundsätzlich begleitet das NEF den RTW ohne Sonderechte. Der reale Zeitverlust ist gering und nur in seltenen Ausnahmefällen spürbar, die zusätzliche Sicherheit aber bedeutend größer. 
Der Fahrzeugführer des NEF trägt die Verantwortung für die Nutzung von Sonder- und Wegerechten. Im Schadensfall kann hier ein grob fahrlässiges, oder gar vorsätzliches Fehlverhalten diskutiert werden. Aber auch dem begleitenden Notarzt obliegt die Verantwortung die Entscheidung zur Begleitung mit Sonderrechten zu begründen.
Von dem grundsätzlichen Ablauf, in dem das NEF dem RTW ohne Sonderechte folgt kann in Ausnahmefällen abgewichen werden.
1. Wenn aus einsatztaktischen Gründen eine längere Trennung von NEF und NA nicht akzeptiert werden kann – Diese Entscheidung trifft die Leitstelle.
2. Wenn aus medizinischen Gründen Material vom NEF, welches nicht sicher im RTW verlastet werden kann, oder auch die Hilfe des Fahrzeugführer NEF erforderlich ist – Diese Entscheidung trifft der Notarzt.
In allen genannten Fällen handelt es sich um Ausnahmesituationen die individuell begründet und auch dokumentiert werden müssen.
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SAA und BPR für NRW verbindlich

Mit dem lang erwarteten Erlass des Gesundheitsministeriums stellen die Standard Arbeitsanweisungen und Behandlungspfade Rettungsdienst für NRW nun die verbindliche Grundlage für die Ausbildung zum Notfallsanitäter da. Das über 4 Bundesländer erarbeite Konzept gliedert sich in 3 Abschnitte:

SAA invasive Maßnahmen – die bereits 2017 veröffentlichten SAA zu den 15 invasiven Maßnahmen für NotSan, ergänzt um die SAA i.m. Gabe

SAA Medikamente – als Handlungsgrundlage für die im Pyramiden Prozess genannten Medikamente

BPR – Behandlungspfade zur Anwendung der genannten Maßnahmen und Medikamente anhand von Leitsymptomen und Krankheitsbildern

Die SAA/BPR werden jährlich überarbeitet und fortentwickelt. Anregungen, Lob und Kritik kann zentral über die Homepage des LV ÄLRD geäußert werden.

Feedback SAA/BPR

Download SAA/BPR

BPR_SAA_Vollstaendig_21_12_2017

Erlass-22-2-2018-SAA-2018

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Fehler-/Problemmeldung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit einigen Tagen findet sich auf dem Rettungsdienst-Portal die Möglichkeit ein Problem mit dem medizinischen Equipment in einem standardisierten Formular zu melden. Sollte es einen Zwischenfall, einen Beinahe-Zwischenfall, ein Problem, Schwierigkeiten oder Ähnliches bei der Anwendung eines Medizinproduktes geben, so kann ein entsprechender Bericht über den Link im Rettungsdienst-Portal abgegeben werden. Dieser Bericht ersetzt nicht die ggf. noch erforderliche Meldung einer Funktionsstörung nach MPG durch den Betreiber. Dieser Bericht kann anonym oder – für Rückfragen – unter Angabe einer E-Mailadresse abgegeben werden.

Das Formular erfasst keine Zwischenfälle, die vermutlich oder sicher überwiegend im zwischenmenschlichen Bereich liegen, da wir zur Zeit die dafür erforderliche Anonymisierung nicht gewährleisten können. Es ist daher noch nicht ein klassisches oder vollständiges Critical Incident Reporting System (CIRS). „Human-Factor“ – Probleme / Beinahe – Zwischenfälle wie sie z.B. durch Verwechslungen ähnlich oder gleich aussehender Ampullen (look -alikes) oder ähnlich oder gleich klingender Medikamente (sound-alikes) können und sollten hier aber berichtet werden.

Nach Abgabe des Berichts wird das Problem von uns nach Möglichkeit klassifiziert und die erforderlichen Gegenmaßnahmen (z.B. Schulung / Information / Änderungen) eingeleitet (nach dem Prinzip „berichten – bearbeiten – beheben“). Das geschilderte Problem und die möglicherweise eingeleiteten Gegenmaßnahmen finden sich dann in der entsprechenden Rubrik auf dem Rettungsdienst-Portal.